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C.G. Jung: Die sieben Reden an die Toten. 1916

Einleitung Der ägyptische Gnostiker Basilides in Alexandria (117 – 138 AD) bezeichnete das Symbol des höchsten Urwesens mit “Abraxas” (griechisch Ἀβρασάξ, Ἀβράξας). Aus diesem Urwesen entstehen die fünf Urkräfte: Geist(Nous), Wort ( Logos), Vorsehung (Phronesis), Weisheit(Sophia), sowie Macht und sittliche Vollkommenheit, die inneren Frieden einschliesst. Basilides verarbeitete verschiedene christlich-jüdische, persische und neuplatonische Überlieferungen zu einem dualistischen Weltbild.Das frühe Christentum war stark gnostisch geprägt, gnostische Richtungen gab es auch im Judentum, und sogar der Islam hat seine Gnostiker (die Sufis). Die Gnostiker gehen davon aus, dass der Kern eines jeden Menschen ein “göttlicher Funke” ist. Der göttliche Funke ist unsterblich, er existiert außerhalb...